Die Chronik des PGHV Kiel-Süd
40-jährige Vereinsgeschichte des PGHV Kiel-Süd e.V.
…und wie begann es?!
Ja, es beginnt eigentlich damit, dass „wir“ in unserem damaligen Verein, dem SV Vieburg, den falschen Hund an der Leine führten.
Wir, das sind: Adolf Beuck (Airedale-Terrier), Werner Kohn (Rottweiler), Heinz Dziuba (Hovawart), Susanne Hanko, jetzt Dziuba (Hovawart), und Inge Rohde, damals Hanko (Hovawart).
Sportfreund Beuck übt manchmal vor Prüfungen außerhalb der Übungszeiten mit den Prüflingen, und nicht nur mit den andersrassigen Hunden. Das wurde aber vom SV nicht gern gesehen und es hieß, Extragruppen gäben es nicht.
Da kam dann der Wunsch in uns auf, uns selbst einen Platz zu suchen und eben nicht mehr als fünftes Rad am Wagen „nur“ mitzulaufen. Wir waren nämlich nicht schlecht. Als Beispiel dazu: beim Landespokalkampf in Elmshorn starteten drei Mitglieder des SV, davon Traute Beuck mit Airedale „Asco“, Susanne Dziuba mit Hovawart „Afra“ und noch ein schäferhundähnlicher Hund. Traute kam mit 11 Punkten Abstand auf den zweiten Platz und Susanne auf den dritten! Und das unter Nurschäferhunden!!
Doch jetzt war es an der Zeit, sich nach einem eigenen Platz umzusehen. Kosten durfte er nichts, denn woher sollten bei so wenigen Leuten die Mittel dazu kommen. Es wurden viele Plätze inspiziert, aber es war damals schon schwer. Weit außerhalb sollte es auch nicht sein.
Durch die Vermittlung von Frau Beuck, ermöglichte uns die Familie Wulf hinter ihrem Grundstück an der Hamburger Chaussee einen Anfang - mit einem kleinen Platz, aber wir waren zufrieden.
Heinz Dziuba besorgte eine Baracke aus Wellsee. Kurt Rohde lieh sich den Wagen seiner Firma und an einem Sonnabendnachmittag wurde dann die Baracke in Einzelteilen geholt (ihr kennt sie alle, denn sie dient uns heute noch als Schuppen).
Das war also unser 1. Heim, das von den Sportfreunden Beuck, Rohde und Dziuba allein errichtet wurde.
Dann, am 1. Mai 1965 war es soweit!!
Wir begannen mit den Mitgliedern: Adolf Beuck, Heinz Dziuba, Traute Beuck, Uwe Krenz, Inge Rohde und Susanne Dziuba sowie Werner Krohn. Etwas später kamen dann Doth und Siegmon dazu. Die nächsten waren dann Wagner, Sieck und Grützner.
Ca. 5 Jahre waren wir auf unserem ersten Platz. Dann kam es zu Beschwerden durch die Anlieger, die sich besonders am Sonntagmorgen durch die Bellerei gestört fühlten. Es waren ja inzwischen auch mehr Hunde geworden. Wenn man sich im Gegensatz zu unseren heutigen Möglichkeiten überlegt, was wir dort alles über die Bühne gezogen haben!?!!
Wer sich den kleinen Schuppen ansieht, kann sich vorstellen, was es an Schweiß, Arbeit und Organisation gekostet hat, um alles mit Essen etc. über die Bühne zu bringen. Sogar einen Städtepokalkampf, eine Rottweilerkörung und eine Hovawartkörung haben wir dort durchgeführt. Aber da uns der Wettergott meistens hold war, konnte Einiges im Freien stattfinden.
Die ersten 5 Jahre war Heinz Dziuba unser 1. Vorsitzender. Wir waren eine kleine verschworene Gemeinschaft, inzwischen auf 15 Mitglieder gewachsen, die mit größerem Erfolg an Pokalkämpfen teilnahm als zwanzig Jahre später. Woran das wohl lag?????
Unser nächster Vorsitzender war dann Heinz Wagner. Wir erhielten unseren jetzigen Platz zugewiesen und zwar erst nur das Stück zu Lange (Töpfergrube) hin. Unser Heim wurde Bretterweise zu Fuß über den Sandberg getragen und hier wieder aufgebaut. Herr Wagner organisierte dann von der Stadt Kiel das zweite Stück Land, zu den Kleingärtnern hin, dazu.
1973/74...
hatten wir dann die Gelegenheit eine Baracke aus Schilksee zu kaufen, die dort bei den Vorbereitungen zur Olympiade als Baubüro gedient hatte. Sie kostete 4.000,- DM, aber das Geld hatten wir nicht.
Unser Mitglied Herr Liewert gab uns ein Darlehen von 1.000,- DM und der Boxerclub lieh uns ebenfalls 1.000,- DM. Nun konnten wir unser neues Heim kaufen und wir waren sehr stolz. Inzwischen waren wir fast 30 Mitglieder.
Viele, die schon länger bei uns sind, wissen, dass wir dort sehr viele, fröhliche Feste gefeiert und sehr viele, bedeutende Veranstaltungen durchgezogen haben. Alle Gastvereine kamen immer wieder gerne zu uns.
1978...
wurde dann Karl Haß 1. Vorsitzender und die Mitgliederzahl hatte sich mittlerweile auf 60 verdoppelt. Unter seiner Führung konnten wir ein Jahr später wiederum ein Stück Land erringen. Gott sei Dank, denn als wir den Platz vermessen bekamen, wurde er auch gleich wieder ein Stückchen kleiner.
Für „hinterlistige“ Zwecke wurde ein extra Bau errichtet, die Platten vor dem Vereinsheim wurden verlegt, sodass man jetzt trockenen Fußes ins Heim gelangen konnte und das Reinigungskommando es auch leichter hatte.
Aber auch hier gab es in den Sommermonaten Querelen mit den Kleingärtnern wegen der Bellerei der Hunde. Es war klar, das Problem konnten nur Hundehütten lösen.
1980
Im Frühjahr war es dann so weit, die ersten 15 Hundehütten kamen, sodass wir dem Sommer mit den Kleingärtnern in „Ruhe“ entgegensehen konnten. Natürlich wussten wir, dass mehr Hütten gebraucht wurden damit die Kleingärtner endlich ihre wohlverdiente Feierabend- und Wochenendruhe genießen konnten. So wurden dann weitere 15 Hütten bei der Werkstatt am Drachensee bestellt.
Neu war in diesem Jahr die Bewachung der Spiellinie durch unsere Sportfreunde mit ihren Hunden. Die Stadt Kiel zahlte pro Nacht und Hundeführer ganze 70,- DM. Eine tolle Sache für beide Seiten und es klappte alles auf Anhieb.
Auch wurde das erste Mal eine Ehrenkommission gewählt, die die Aufgabe hatte in schwierigen Situationen zu Schlichten.
Ein voller Erfolg wurde auch zur Kieler Woche das Stadtteilfest im Vieburger Gehölz. Unsere verkauften Fischbrötchen brachten „Bares“ in den Verein und den Kassenwart zum schmunzeln.
Der Diensthunderassenpokalkampf wurde auf unserem Platz ausgeführt, welcher dann auch durch den Sieg der Sportfreunde Hannelore Haß und Christa Kührsen in Kiel blieb.
Beim Jugendpokalkampf in Neumünster erreichte unsere Mannschaft bestehend aus Christiane Rohde mit „Freya“ in A und B einen 2. Platz und Ilona Lange, jetzt Borgmeier, mit „Robby“ in B und C einen 5. Platz.
In Langwedel beim Gründungspokalkampf konnten die Beiden dann unterstützt durch Ute Röhrs wieder einen schönen Erfolg einheimsen.
1982
Nach sechsjähriger Tätigkeit als Ausbildungswart legte Paul Löfgen sein Amt nieder. Sportfreund Lothar Scheumann übernahm das Amt. Mit viel Enthusiasmus wollte er auch die etwas lahmeren Sportfreunde in die Socken bringen.
Dann der Schock, es wurde das 1. Mal in unserem Vereinsheim eingebrochen – das sollte im Laufe der Jahre dann noch mehrere Male geschehen. Der Schaden belief sich auf ca. 4.000,- DM und die Versicherung erteilte uns die Auflage einer Alarmanlage. Danach war das Vereinsheim abgesichert wie ein Staatsgefängnis.
1982 findet auch der erste vereinsinterne Fährtenpokal in Bennebek statt, organisiert durch Familie Bauer. Die Sportfreunde Evers und Jungjohann lassen sich zu Helfern ausbilden. Herbert Mohr baut uns die schon wieder fehlenden Hütten, die Vorbereitungen für den Bau einer Kläranlage und die Besprechungen mit der Stadt Kiel dafür laufen auf Hochtouren.
Das Jahresausklangsfest versetzte dann „alle“ Mitglieder in eine richtig gute Stimmung.
1983/84
Jetzt haben wir Licht – Flutlicht!!! Wir können arbeiten bis zum Umfallen. Auch die Kläranlage ist genehmigt und fertig. Keiner muss mehr mit Eimern durch die Gegend laufen.
Der Bau der Kläranlage, die Alarmanlage und das Flutlicht haben Unsummen verschlungen, doch die Investition geht weiter. Wir bekommen Telefon, Mobiliar für die Kantine incl. Kühlschrank etc. und die Terrasse eine Überdachung.
Dank der Rudolf-Steiner-Schule sind wir jetzt komplett eingezäunt, und vom PHV Kiel wurden Glasbausteine für die Seitenwand der Terrasse gestiftet – so ist es doch wesentlich geschützter.
In Tannenberg findet unter der Leitung von Sportfr. Strauß eine Übungswartebeschulung u. im Juli ein Übungswochenende mit Sportfr. H. J. Freitag statt.
Vom RZV wurden eine Züchterbesprechung, eine Körung u. eine Prüfung durchgeführt. Beim Städtepokalkampf in Neumünster kam der PGHV Kiel-Süd auf Platz 4 u. beim Vereinspokalkampf unter Richter Mann wurde Fritz Jungjohann Tagessieger von 16 Teilnehmern.
1985...
bekommt das Vereinsheim von Erich Figura einen neuen Ofen – wir werden immer vornehmer. Die Mitgliederzahl ist auf 82 angestiegen und angesichts der Baubaracke, die uns durch des Gatten der Sportfreundin Reese nach Beendigung des Bauprojekts "Berliner Viertel" in Russee zur Verfügung gestellt werden soll, wird über eine Vereinsheimerweiterung nachgedacht.
Am 1. Mai 1985 feiern wir unser 20-jähriges Bestehen.
Insgesamt war 1985 ein ereignisreiches Jahr. Sportfr. Horst Rönnau wird als 2. Vorsitzender zum dritten Mal in Folge gewählt, Wolfgang Raguse tritt von seinem Amt als Kassenwart zurück und wird von Sportfr. Lothar Scheumann ersetzt. Ausbildungswart bleibt John Evers – Christel Artz übernimmt die Kantinenführung.
Der RZV führt bei uns eine Körung, eine Ausdauerprüfung, eine CAC – Ausstellung mit 110 (!) Hunden und eine Ausbildungswoche mit anschließender Prüfung durch.
Beim Städtepokal in Einfeld belegt der PGHV Kiel-Süd einen guten dritten Platz u. beim Fährtenpokalkampf der Landessieger in Heiligenhafen schafft es unser Sportfr. Ulli Rüger mit
100 Punkten Fährtenlandesmeister zu werden. Dafür bekommt er 1986 die silberne Leistungsplakette des DVG.
Die Baugenehmigung für den Anbau liegt vor, er wird jedoch wegen der leicht rückläufigen Mitgliederzahl noch überdacht. Außerdem wird der RZV wohl in naher Zukunft einen eigenen Übungsplatz beziehen.
1987/88
Wegen einiger Querelen auf Vorstandsebene gibt Sportfr. K.-H. Hass sein Amt als 1. Vorsitzender ab. Neu gewält wird Lothar Scheumann (noch nicht ahnend wie lang seine Laufbahn u. die der neuen Kassenwartin sein sollte), das hatte zur Folge, dass auch ein neuer Kassenwart gewählt werden musste. Dieses Amt übernimmt Sonja Röschmann.
In einer außerordentlichen Versammlung wird die neu erarbeitete Satzung vorgestellt und von den Mitgliedern angenommen. Die Stadt Kiel plant, die Hundesportvereine von den anderen Sportvereinen abzukoppeln und dem Amt für Bevölkerungskunde anzukuppeln. Damit fällt für die Übungsplätze der Vereine eine Pachtgebühr an. Doch es sollte in diesem Jahr trotz vieler Verhandlungen noch nichts zum Abschluss gebracht werden.
Das Vereinsheim wird nun vergrößert – vom langen Liegen wird das Holz ja nicht besser.
Über Pfingsten findet unter der Leitung der Ausbilder M. Bauer, R. Tank u. J. Evers ein Ausbildungswochenende statt. Der diesjährige Städtepokal findet beim PHV Kiel statt, mit dem unsere Mannschaft punktgleich auf dem 2. Platz landet. Im Oktober findet wieder eine Ausbildungswoche statt, und den Landesfährtenpokal richtet Wasbek aus, wo Ulli Rüger zum dritten Mal seinen Titel (Fährtenlandesmeister) verteidigt u. gewinnt.
Unser Gründungsmitglied Adolf Beuck wird 80 Jahre alt u. ihm zu Ehren wird der jährliche Vereinspokal ab 1988 in Adolf-Beuck-Pokal umbenannt (findet er ziemlich übertrieben).
Der Anbau des Vereinsheimes ist fertig gestellt, jetzt geht es an den Innenausbau.
Sportfr. Norbert Maahs stiftet dem Verein einen Fernseher. Im Juni `88 findet zum allerersten Mal der Damenpokal (später Damen- u. Herrenpokal) statt. Es wird hier nur in der Unterordnung gestartet.
Das Highlight diesen Jahres war der Besuch unserer Hundesportfreunde vom Rottweilerclub Horsens (Dänemark). Dieser Kontakt wurde durch Sportfr. u. Züchter Hermann Neugebauer hergestellt.
1989...
gewinnt der PGHV Kiel-Süd den jährlichen Städtepokalkampf und es gibt das erste Mal einen Festausschuss – damit der Vorstand etwas entlastet ist.
1990
Ist wieder ein Jahr mit vielen Aktivitäten. Es beginnt mit dem Neujahrsfest. Sportfr. Norbert Maahs wird zum neuen Ausbildungswart u. J. Evers zum stellvertretenden ABW gewählt. Das erste Fest im „großen, neuen“ Vereinsheim war der „Tanz in den Mai“ mit Spanferkelessen.
Der Städtepokalkampf wird im Mai bei uns auf dem Platz ausgetragen u. unsere Mannschaft, bestehend aus C. Artz m. Fahra, Sabine Röschmann m. Vasko, J. Evers m. Old Boy, M. Riecken m. Benny, H. Mahnsen m. Albert und Corinna Rohde m. Rocky, verteidigen mit Erfolg den 1. Platz.
Dann am 1. Juli der Jubiläumspokal – 25 Jahre PGHV Kiel-Süd
Mit der Teilnahme vier weiterer Vereine wird es eine gelungene Veranstaltung, die allen noch lange in Erinnerung bleibt. Der beliebte Damenpokal findet wieder statt und mit dem internen Fährtenpokal, der das erste Mal in Groß Barkau statt findet geht wieder einmal ein ereignisreiches Jahr zu Ende.
1991
Zu Beginn des Jahres kündigt Sportfr. J. Evers seine Mitgliedschaft u. bei der JHV legt N. Maahs wegen fehlender Zusammenarbeit der HF sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. Kommissarisch wird Christa Kührsen für 1 Jahr zur neuen ABW gewählt. Der Damenpokal wird zum Damen- u. Herrenpokal umbenannt. Ende August geht’s los nach Dänemark zum Gegenbesuch, der Rottweilerclub Horsens wartet auf „uns“!!! Wie jedes Jahr finden zwei Skat- u. Knobelabende, die mit schönen Preisen locken, statt und der beliebte Adventskaffee mit Julklap rundet das Jahr ab.
1992...
bleibt Horst Rönnau 2. Vorsitzender u. Christa Kührsen wird zur Ausbildungswartin gewählt. Bei der Frühjahrsprüfung am 12.04. richtet Claus Ballerstedt. Erstmals wird der Sonntag als Übungstag gestrichen (zum Wohl der Kleingärtner), ab sofort sind der Mittwoch, Freitag u. Samstag feste Übungstage!
Die leer stehenden Hundehütten gehen gegen Renovierungskosten und Restbetragsauszahlung wieder in Vereinseigentum über und werden ab sofort vermietet. Im Mai legt N. Maahs sein Amt als Schutzdiensthelfer nieder, doch unsere Mannschaft macht trotzdem beim Städtepokal in Tannenberg den Gesamtsieg (Ausschreibung über fünf Jahre), der Pokal kommt im nächsten Jahr nach. Mitte Juni kommen dann die Dänen erneut zum Gegenbesuch und es finden drei tolle Tage, mit einem "PGHV Kiel-Süd – Horsens – Pokal" bei dem „wir“ gewinnen, statt.
Den Adolf-Beuck-Pokal gewinnt zum dritten Mal in Folge Corinna Rohde mit Rocky, sodass der Pokal in ihren Besitz übergeht. Lothar stiftet einen neuen! Bei der OG Vieburg findet der diesjährige Fördepokal statt, bei dem auch eine Mannschaft von „uns“ teilnimmt.
Es löst bei allen Mitgliedern tiefe Betroffenheit aus:
Auf einer Ratsversammlung wird beschlossen, dass wir aufgrund eines Landschaftsteilungsplanes (Neubau der Theodor-Heuss-Schule) unser geliebtes, bebautes Vereinsgelände verlassen müssen! Es soll uns ein neuer Platz nördlich der Rendsburger Landstr. zur Verfügung gestellt werden. Dagegen haben „wir“ natürlich Widerspruch eingelegt!
Norbert Maahs hat zum Jahresende seinen Austritt angekündigt.
1993
Dank der neuen Schutzdiensthelfer Martin Jungjohann und Rüdiger Tank (Ulf Scheumann wird gerade beschult) können wir auch „noch“ Prüfungen in der Abteilung C anmelden. Unter Mithilfe von Sabine Scheumann übernimmt Bärbel Rehder (Shorty) die Kantinenführung.
Von der Stadt Kiel wird ein Begehungstermin des neuen Geländes anberaumt. Die neue Anlage ist mit
4.900 m² etwa 500 m² kleiner als die jetzige und auch das Vereinsheim, dass von der Stadt Kiel erbaut werden soll ist mit 48m ² wesentlich kleiner.
Wir hatten aber keine Alternative und mussten das Angebot annehmen. Es kommt aber noch kein Abschluss zustande!
Der Fördepokal wird in diesem Jahr vom PGHV Kiel-Süd ausgerichtet und unsere Mannschaft belegt mit nur drei Hunden den 2. Platz. Bei der Landesfährtenhundprüfung belegt unser Mitglied Siegmund Howiller mit seiner Jeska den 1. Platz. Gratulation Sigi!
1994
Nach der JHV haben wir keinen ABW mehr, Christa lässt sich nicht wieder wählen.
Im April verstirbt unser langjähriges Mitglied Erich Bauer! Wir gedenken Seiner in der MV Mai.
Dank Sigi u. Irmgard Howiller hält der neue Hundesport aus England – Agility – bei uns Einzug. Sigi baut den ersten Anfängerparcours.
Leider haben wir in diesem Jahr den zweiten Trauerfall zu beklagen. Das langjährige Mitglied Wilhelm Artz verstirbt und wir gedenken Seiner in der Mitgliederversammlung Dezember.
Zu unserer Platzanlage und dem Wechsel in die untere Rendsburger Landstr. gibt es immer noch keine endgültige Entscheidung!
1. Mai 1995 - unser 30-jähriges Jubiläum
Es wird ein „Tag der offenen Tür“ arrangiert, an dem der „neue“ Hundesport der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Auch soll im Mai bei der Rassehundausstellung in der Kieler Ostseehalle „unsere“ Agility-Gruppe eine Vorführung geben.
Wir haben Post vom Liegenschaftsamt, bis zum 30.06.95 sollen wir den Platz räumen. Der 2. Vorsitzende bittet um Aufschub des Termins und es werden alle möglichen Ministerien mobil gemacht um die Genehmigung fürs Bleiben zu erwirken!
Dr. Arne Wulff sieht sich unsere Platzanlage an und plädiert dafür, dass der Platz bleibt wo er ist! Auch der Umweltausschuss nimmt eine Besichtigung der Platzanlage vor, darum kümmern sich wiederum der 2. Vorsitzende Horst Rönnau und die Schriftführerin Ilona Borgmeier.
Wegen Mangel an „geeigneten“ Hunden kann der PGHV Kiel-Süd das erste Mal nicht am Fördepokal teilnehmen.
Im Juli übernimmt Olaf Ruschinzik das Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Irmgard ist kommissarisch Agility-Ausbildungswartin. Unsere Herbstprüfung richtet Erwin Lübke und der vereinsinterne Fährtenpokal wird neben dem Adolf-Beuck-Pokal zum ersten Mal von Horst Böhme vom SV Wattenbek gerichtet. Unser Mitglied Jens-Uwe Degner hat alle Hütten renoviert und was das „Bleiben“ auf unserem Platz anbelangt, sind wir inzwischen wieder guter Dinge.
1996
Jetzt nach fast zwei Jahren, sind die Bodenproben ausgewertet. Unser Platz ist Methangasverseucht und muss entgast werden. Einen ABW für VPG haben wir immer noch nicht, aber Irmgard ist jetzt offiziell Agility-Ausbildungswartin.
Im April d. J. waren ca. 30 Belgische Schäferhunde auf unserer Anlage um sich über die Sportart Agility zu informieren.
Vom 03. bis 05.05. fand ein Ausbildungsseminar unter der Leitung von Rüdiger, Cori u. Ulf statt. Teilgenommen haben Mitglieder, die überwiegend Agility machen und im Herbst evtl. die BH absolvieren möchten.
Auf Wunsch machen Rüdiger Tank u. Ulf Scheumann auch weiterhin Schutzdienst, doch leider werden die Hunde für diesen Sport immer weniger.
Auf dem Platz kommt es jetzt immer wieder zu Unstimmigkeiten, deshalb wird eine Platzordnung erstellt an die sich ab sofort jeder Hundesportler zu halten hat!
Im Mai verstirbt unser Gründungsmitglied Adolf Beuck, wir gedenken Seiner mit einer Schweigeminute in der MV Juni und taufen den Adolf-Beuck-Pokal um in Adol-Beuck-Gedächtnispokal.
Unser Sigi fährt zur Deutschen Agility-Meisterschaft nach Holzwickede und erringt von 94 Startern den 13. Platz. Brausendes Getose u. viel Beifall als er zurückkehrt. Im September gibt es zum ersten Mal ein internes Agility-Turnier beim PGHV Kiel-Süd. Es hat großen Anklang gefunden u. soll wiederholt werden.
1997
Rechtzeitig zur 1. Mitgliederversammlung kommt die erlösende Nachricht von Dr. Arne Wulff: wir dürfen, nach Unterzeichnung eines neuen Pachtvertrages, auf „unserem“ Platz bleiben! Vor lauter Freude spendiert der Verein zum Neujahrsfest ein 30 l-Fass Bier und 5 Flaschen Whisky.
Da immer mehr Mitglieder den Agilitysport ausüben wird zu Irmgards Entlastung Gaby Schimm (jetzt Hinz) zweite und Babette Vogel (jetzt Hinz) dritte Ausbildungswartin-Agility. Christa wird wieder Ausbildungswartin für VPG. Am 15.06. findet das erste offizielle Agility-Turnier statt zu dem sich 77 Starter gemeldet haben. Es ist ein Riesenerfolg und macht unseren Verein über die Landesgrenze hinaus bekannt.
Auf dem Sommerfest im August sind dann Dr. Arne Wulff mit seiner Gattin unsere Gäste.
Die Sportfr. Lotti Blumberg entwirft eine Vereinszeitung und will sie im Quartalsrhythmus herausbringen, super Lotti!
Die Hundeschule Mühbrook feiert unter der Leitung von Ernst Hoff 10-jähriges Bestehen und unsere Agi-Gruppe macht dort eine Vorführung, desgleichen im September beim Zollhunde-Wettkampf (OfD) in Langwedel.
Unserer Christa, ABW „VPG“ und Ausrichterin des Damen- und Herrenpokals, gebührt in diesem Jahr ein besonders dickes Lob!
1998
Lothar und Sigi sind wieder unermüdlich dabei unser Vereinsheim zu verschönern und die Kantine zu erneuern, unterstützt werden sie dabei noch von Karin und Olaf. Es sind doch immer die Gleichen die Dummen!
Aufgrund neuer Verordnungen darf Irmgard keine ABW für Agility mehr sein, aber sie bleibt Trainerin. Babette wird zur offiziellen ABW für Agility gewählt. Gabi qualifiziert sich mit ihrem Jack Russell Terrier Dasko für die Teilnahme an der Agility-Weltmeisterschaft in Maribor / Slowenien. Auch in diesem Jahr richtet unser Verein wieder ein Agility-Turnier aus.
Der kleine Geräteunterstellplatz wird durch Lothar und Sigi fertig gestellt.
Auf der Mitgliederversammlung November gedenken wir des verstorbenen, langjährigen Mitglieds Peter Tank. Im Dezember betrauern wir den Tod unseres Mitglieds Elli Krause.
Unser 2. Vorsitzender Horst Rönnau erkrankt schwer, so geht das Jahr ziemlich traurig zu Ende...
…und es fängt traurig an! Am 27.03.99 verstirbt Horst Rönnau – wir verlieren nicht nur den 2. Vorsitzenden nach 17-jähriger Amtstätigkeit, oder ein Mitglied – sondern einen Freund.
Als Nachfolger wird kommissarisch der Sportfr. Hauke Jensen gewählt und Sportfr. Lotti Blumberg übernimmt von Olaf das Amt des Pressewarts.
Im Juni findet das zweitägige Agi-Turnier des PGHV Kiel-Süd, diesmal mit Master-Turnier, statt. Es traf sich auf unserem Platz alles mit Rang u. Namen.
Der Adolf-Beuck-Gedächtnispokal fällt zum ersten Mal wegen Mangel an geeigneten Hunden (Schutz- u. Begleithunde) aus, doch der Fährtenpokal findet statt – mit anschließendem Grünkohlessen, das zum wiederholten Male von unserer Kantinenwirtin Bärbel Rehder (Shorty) gekocht und serviert wird.
2000
Wird Sportfr. Hauke Jensen dann offiziell zum 2. Vorsitzenden gewählt. Sportfr. Christa Kührsen als ABW für VPG und Sportfr. Babette Hinz wird wieder ABW für Agility. Unsere Vereinszeitungsschreiberin Lotti übernimmt, nach 6-jähriger Tätigkeit von Ilona Borgmeier, das Amt der Schriftführerin.
Auf Wunsch der Agilitysportler wird die Platzanlage begradigt, was wegen des Untergrundes gar nicht so einfach ist, denn teilweise sackt der Platz immer wieder weiter ab – so, dass neue Kuhlen entstehen!
Im Juni findet dann wieder ein 2-tägiges Agi-Turnier auf unserem Platz statt und für die Agility-Vereinsmeisterschaft im September stiftet Lothar einen Wanderpokal.
Im Anschluss an die Vereinsmeisterschaft findet das Sommerfest statt, Essen u. Trinken werden vom Verein gestiftet – und es kommen alle zum Sommerfest, mehr als in den vorherigen und den nachfolgenden Jahren!!!
Zu uns auf den Platz kommt Emiel Verwoort aus Belgien, er hält ein viertägiges Seminar – Agility – wovon alle Teilnehmer restlos begeistert sind und viel lernen konnten.
Aufgrund der vielen Unstimmigkeiten u. Querelen gibt der geschäftsführende Vorstand bekannt zur JHV komplett zurückzutreten. Auch Babette will von ihrem Amt zurücktreten.
Anette möchte gerne eine Welpengruppe gründen, Monika Lukas möchte den neu nach Deutschland gekommenen Hundesport – Obedience – bei uns auf dem Platz einführen – was sehr großen Anklang findet.
2001...
...stellen sich der 1.Vorsitzende u. die Kassenwartin dann doch wieder zur Wahl und bleiben auch im Amt. Babette tritt auch nicht zurück, aber der 2. Vorsitzende hält sein Wort u. tritt zurück. Kommissarisch wird Olaf Ruschinzik gewählt. Seine Frau, unsere Sportfr. Karin unterstützt u. vertritt Shorty in der Kantine, weil sie aus beruflichen Gründen immer weniger Zeit hat.
Inzwischen liegt die Rangliste der Qualifizierten für die Dt. Agility-Meisterschaft in Rheydt vor, unsere ABW Babette Hinz steht mit ihrer Jule für den Landesverband an 1. Stelle.
Herzlichen Glückwunsch Babette!
Auch in diesem Jahr finden wieder viele Veranstaltungen beim PGHV Kiel-Süd statt, ein Agility-Masters-Turnier (das zur Schlammschlacht wurde, weil der Platz unter Wasser stand), die Agi-Vereinsmeisterschaft, Frühjahrs- u. Herbstprüfung, ein Agi-Turnier, der Fährtenpokal und die beliebten Skat- u. Knobelabende.
Leider gibt unsere Shorty die Kantinenführung zum Jahresende aus Zeitmangel an Karin ab, verspricht aber weiter zu helfen.
2002
Kommt der PGHV Kiel-Süd sogar ins Fernsehen.
Im Februar bei unsäglich schlechtem Wetter kommt der NDR drei Tage auf den Platz und filmt. Im März bei der Ausstrahlung sitzt dann Babette Hinz auf dem gelben Sofa und wird interviewt, gibt erklärende Kommentare und Infos zum Hundesport Agility.
Bei der JHV allerdings lässt sich Babette nicht wieder wählen, das Amt übernimmt Katharina Henf. Ebenso Christa Kührsen. ABW für VPG wird Sonja Lämmerhirt.
Als Trainerin arbeitet Babette aber weiter, außerdem macht sie sich auch stark für Obedience um Monika Lukas zu ersetzen die schon im letzten Jahr weggezogen ist.
Das Vereinsheim bekommt eine neue Schließanlage, die Kuhlen auf dem Platz werden mal wieder mit Sand u. Mutterboden aufgefüllt und das beliebte Agility-Turnier findet wieder zur Kieler Woche statt. Für das Seefest in Russe wird eine Vorführung organisiert.
Das allererste Mal findet bei uns auf dem Platz eine Ferienpassaktion statt.
An zwei Samstagen Spaß und Spiel mit dem Hund und an drei Tagen eine kleine Hundeschule mit abschließender Urkunde. Diese Aktion soll zur Dauereinrichtung werden.
Lotti gibt bekannt, dass im neuen Jahr keine weitere Vereinszeitung erscheint, sie bedauert das Desinteresse der Mitglieder die ihr keine aktuellen Nachrichten mehr zukommen lassen.
Auch die Welpenspielgruppe von Anette hat das Jahr nicht überstanden.
Dann am 23.09.02 die Nachricht, dass unsere Shorty nach kurzer, aber schwerer Krankheit gestorben ist. Wir alle sind sehr traurig!
2003
Die JHV bringt einige Überraschungen. Der 1. Vorsitzende Lothar Scheumann steht nach
16 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl bereit, ebenso wenig die Kassenwartin Sonja Röschmann.
Der 2. Vorsitzende Olaf Ruschinzik tritt von seinem Amt zurück um sich als 1. Vorsitzender zur Wahl zu stellen.
Gewählt werden dann aber mit eindeutiger Mehrheit Hauke Jensen als 1. Vorsitzender u. Hermann Lämmerhirt als Kassenwart.
Danach, in der MV April soll kommissarisch ein 2. Vorsitzender gewählt werden. Es erscheinen zu dieser Versammlung Mitglieder, die man vorher – und auch später nie wieder auf MV's gesehen hat – der Grund? Gewählt wird Babette Hinz.
Ab Mai übernimmt Sonja Lämmerhirt die Kantinenführung unter Mithilfe von Corinna Rohde und Ilona Borgmeier.
Es findet zum ersten Mal kein Agility-Turnier statt, nach Aussage von Katharina soll es dafür im nächsten Jahr umso größer werden.
Unsere ABW-Agility Katharina hat sich sehr viel Arbeit gemacht um die Welpenstunde wieder aufleben zu lassen. Toll Katha! Mit Unterstützung von Carola läuft es gut an.
Der RZV Hovawart veranstaltet bei uns ein 4.tägiges Obedience-Seminar mit Bea aus der Schweiz, welches sehr viel Anklang findet.
Rolf Frank leitet ein Agility-Seminar, das von Sabine Kurzweil organisiert wurde und Dirk Fröhlich machte seinem Namen alle Ehre beim Richten der Agility-Vereinsmeisterschaft.
Die Welpenstunde wächst, Katharina u. Carola haben alle Hände voll zu tun.
2004...
...gibt es dann keinen ABW für VPG mehr, wegen des abgelaufenen Sachkundenachweises kann Sonja nicht wieder gewählt werden. Jemand Anderer stellt sich nicht zur Verfügung.
Zur 2. Vorsitzenden wird offiziell Ilona Borgmeier gewählt.
Das Agility-Turnier ist wirklich sehr groß, wie von Katharina versprochen, an beiden Veranstaltungstagen sind jeweils über 100 Starter gemeldet – zudem tragen wir am Sonntag auch noch die Landesmeisterschaft aus, was eine große Ehre des Landesverbandes ist.
Es findet wieder ein Obedience-Seminar mit Bea statt, das auch von unseren Mitgliedern gut besucht ist. Die MV's finden nur noch in den geraden Monaten statt, Sonja Lämmerhirt gibt die Kantinenführung an Matthias Rieck zum 01.07. ab.
Katharina und Carola haben inzwischen Hilfe bei den Welpen und den sich daraus ergebenden Junghunden erhalten. Es gibt eine Welpengruppe, eine JH-1 und eine JH-2 Gruppe. Wobei Carola und Kristin die aus der JH-2 Gruppe entwachsenen Hunde zur BH-Prüfung führen wollen.
Trainer für Agi sind inzwischen außer Babette, Katharina u. Irmgard auch noch Iris und Robert. ABW für VPG ist wieder einmal Christa. Eine ABW für Obedience gibt es leider nicht mehr.
Im Dezember hat sich eine Projektgruppe bestehend aus Christa, Irmgard, Sonja u. Hermann zusammengefunden um das 40-jährige Jubiläum des PGHV Kiel-Süd zu organisieren und auf die Beine zu stellen.
Wir hoffen es ist uns so gut gelungen, dass sich viele an diesen Tag erinnern mögen.
Bericht der Kieler Nachrichten
Autoren:
Inge Rohde, Charlotte Blumberg, Sonja Lämmerhirt
